Länderrevisionen

Global Footprint Network veröffentlicht die National Footprint Accounts von 152 Ländern. Diese Länder sind eingeladen und sollen sich ermutigt fühlen, Revisionen ihrer Accounts durchzuführen. Länderrevisionen sind eine ausgezeichnete Möglichkeit die National Footprint Acocunts zu verbessern und ermöglichen es Global Footprint Network die Anwendungsmöglichkeiten des Ecological Footprint auf nationaler Ebene vorzustellen. Im Folgenden finden Sie Zusammenfassungen der größten, bisher durchgeführten Länderrevisionen. Wenn Sie an einer Revision der Accounts Ihres Landes interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.


Schweiz

Die Schweiz hat im Dezember 2006 als erstes Land eine komplette Revision ihrer National Footprint Accounts vorgenommen. Der schweizerische Regierung veröffentlichte die Ergebnisse der Revision mit dem Titel Der Ecological Footprint der Schweiz – ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsdebatte. Die Untersuchung der National Footprint Accounts führte das führende politikwissenschaftliche Forschungsinstitut INFRAS durch. INFRAS verglich die von Global Footprint Network verwendeten international verfügbaren Datenquellen mit den Daten des schweizerischen Bundesamts für Statistik. Der Vergleich der Datensätze ließ auf eine größtenteils gleiche Datenlage schließen. Die Forscher von INFRAS untersuchten zusätzlich die Methodes des Ecological Footprint und berechneten den Footprint der Schweiz. Der veröffentlichte Bericht enthält eine Vielzahl verständlicher Grafiken, die die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen in der Schweiz mit der Nachfrage in anderen Ländern vergleicht. Des Weiteren werden Hintergrundinformationen über den Ecological Footprint aufgeführt, damit sich jeder Leser ein genaues Bild der Methode machen kann. Zusätzlich entwickelten sich aus den Studienergebnissen mögliche Verbesserungsideen für die National Footprint Acocunts. Dies wird die Berechnungen des Footprint für alle 152 verbessern.

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Europäische Kommission

Nach einer strengen und vier Jahre dauernden Studie zur Methodologie des Ecological Footprint befand die Europäische Kommission, daß der Footprint ein nützlicher Indikator für ist, um den Fortschritt der EU in Richtung ihrer selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu bewerten. Der Footprint ist im Vergleich mit den anderen Indikatoren, die in der Studie untersucht wurden, einzigartig. Hervorzuheben ist insbesondere die Verbindung von Ressourcenverbrauch und dem Konzept der ökologischen Tragfähigkeit. Der Bericht lobt den Footprint als einen "intuitiv erfassbaren und attraktiven Indikator", denn er ist einfach zu kommunizieren und zu verstehen.

Die Europäische Kommission begann die Prüfung des Footprint als Teil des Bestrebens den Fortschritt bezüglich der langfristigen Nachhaltigkeitsziele zu messen. Die Kommission erkannte, dass eine effiziente Ressourcennutzung sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung der Region als auch für ihre positive Rolle in der Welt äußerst wichtig ist. Daher hat sich die Kommission klare Ziele für die Begrenzung des Einflusses auf die Umwelt und eine höhere Ressourceneffizienz gesetzt. Ein Haupthindernis war bis jetzt der Mangel an geeigneten Indikatoren, um Zielsetzung festlegen und den Weg der Zielerreichung bewerten zu können.

Die Europäische Kommission gab 2004 eine Studie in Auftrag, die die Vorteile und Defizite des Ecological Footprint als Indikator aufzeigen sollte. Die Studie bescheinigte dem Ecological Footprint ein effektiver Indikator zur Messung und Vermittlung von Fortschritten in Richtung eines Zieles zu sein. Der Footprint kann dann seine Stärken ausspielen, wenn er zusammen mit ergänzenden Indikatoren verwendet wird. Die Studie identifiziert darüber hinaus Verbesserungsmöglichkeiten für die Methodologie der National Footprint Accounts und fasst sie in einem kurz- bis mittelfristiges Forschungsprogramm zusammen.

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Deutschland

Der Ecological Footprint hat sich als einer der besten Indikatoren zur Vermittlung des Konzepts ökologischer Nachhaltigkeit und den physischen Grenzen unseres Planeten erwiesen. Im letzten Jahrzehnt hat sich der Ecological Footprint zu einem der wichtigsten Meßinstrumente für die internationale Ressourcennutzung in Produktion und Konsum entwickelt. Das vom Umweltbundesamt in Dessau gestartete Projekt wissenschaftliche Beurteilung und Bewertung des Ecological Footprint als Indikator (in englischer Sprache) hatte zum Ziel, den Ecological Footprint auf seinen möglichen Nutzen als nationalen Nachhaltigkeitsindikator für Deutschland zu prüfen und zu bewerten. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit des Sustainable Europe Research Institute (SERI) in Wien, Ecologic mit Sitz in Berlin und Best Foot Forward (BFF) aus Oxford im Vereinigten Königreich.

Das Projekt beinhaltete vier Ziele:

  1. Beschreiben Sie den neuesten Stand der Berechnungen in Bezug auf den Ecological Footprint und überprüfen Sie die aktuellen Berechnungsmethoden.
  2. Analysieren Sie die Quellenlage von Daten anhand der deutschen Analyze National Footprint Accounts und stellen sie die Hauptprobleme bezüglich der Qualität der Daten dar. of Germany and present the main problems with regard to data quality. Identifizieren und bewerten Sie alternative Datenquellen für Deutschland.
  3. Analysieren sie die bestehenden Footprint-Berechnungen sehr kritisch. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Schwächen der Berechnungsmethode selbst, aber auch auf der Wichtigkeit und der Interpretationsfähigkeit des Indikators.
  4. Formulieren und präsentieren Sie die aktuellen Vorschläge, wie identifizierte Schwachpunkte verbessert werden können (insbesondere in Bezug auf Datensätze und Berechnungsmethode) und identifizieren Sie angemessene Anwendungsfelder des Ecological Footprint.

Um den kompletten Bericht zu lesen, klicken Sie bitte hier.


Vereinigtes Königreich/DEFRA

Im Vereinigten Königreich gab das Ministerium für Umweltschutz, Ernährung und Landwirtschaft (DEFRA) im Jahr 2007 eine Studie in Auftrag, die die Entwicklungen der Methodologie des Ecological Footprint und seine praktische Anwendung beurteilen sollte. Die unabhängige Beratungsfirma Risk & Policy Analysis Ltd. analysierte den Ecological Footprint auf die Möglichkeit, die Methode in der politischen Entscheidungsfindung im Vereinigten Königreich einzusetzen. Der Abschlussbericht, Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen und der praktischen Anwendung von Methoden des Footprinting (in englischer Sprache), wurde 2007 veröffentlicht.

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Das Europäische Parlament

Im Jahr 2001 veröffentlichte die Generaldirektion Forschung den Bericht Ecological Footprinting. Im Auftag des Europäischen Parlaments beschäftigten sich dafür ab 2001 die Abteilungen aus den Forschungsbereichen Industrie, Bildung und Forschung, Umwelt und dem Scientific and Technological Options Assessment (STOA) mit dem Ecological Footprint. Der Bericht präsentiert Argumentationslinien und Belege zur Bewertung der Methodologie des Ecological Footprint. Er vergleicht den Footprint darüber hinaus mit offiziellen und nicht amtlichen Indikatoren, die sich aktuell in der Entwicklung befinden. Der Bericht selbst wiederum ist das Ergebnis einer Studie, die von “ECOTEC Research and Consulting” durchgeführt wurde. Deren Zielstellung waren:

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